Apps richtig optimieren

Analysiert man, wie genau die meisten Nutzer beim Download einer App vorgehen, kann man diese gewonnene Information verwenden, um die Kommunikationsmaßnahmen der App zu optimieren. Die Smartphone-Nutzer haben ein Bedürfnis, welches sie durch das Downloaden einer App befriedigen. Ein Beispiel: Das Bedürfnis zu spielen. Sucht ein Nutzer zum Beispiel nach einem „Tennis Spiel“ wird er vermutlich nach „Tennis Spiel“ oder ähnlichem über die Suchfunktion suchen. Danach erhält er eine Liste von Tennis Spielen, aus denen er auswählen kann. Falls der Nutzer nicht von vorneweg nach einem bestimmten Spiel gesucht hat, wird seine Entscheidung, welches Spiel er sich herunterlädt, viel spontaner sein.

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Der Entscheidungsprozess wird in Abbildung 3 verdeutlicht. Auffällig ist, dass die Basis der ersten Entscheidungen rein visuell ist. Der Nutzer kann lediglich auf Grund des Icons, des Namens und des Ratings entscheiden, ob er sich eine App genauer ansieht. Hat sich der Nutzer für eine App aus der Auflistung entschieden, sieht er auf der App-Detailseite zunächst wieder nur visuelle Merkmale der App: Die Screenshots. Wenn diese ihm zusagen, widmet er sich der Beschreibung. Nachdem er die Beschreibung gelesen hat oder ggf. direkt nach den Screenshots trifft der Nutzer die Download-Entscheidung. Alternativ liest er noch die Ratings und Reviews und trifft danach die Download-Entscheidung.

Zusammengefasst: Die visuellen Merkmale sind viel entscheidender als textliche Inhalte. Außerdem handelt es sich um einen Prozess, der vermutlich fast immer mit dem Icon beginnt. Sagt dem Nutzer das Icon nicht zu, treten alle weiteren Schritte nicht in Kraft.

Was neben den genannten Merkmalen ebenfalls relevant ist, ist die Ranking der App in den Suchergebnissen oder den Kategorien. Was im Online-Marketing heute unter SEO (Search Engine Optimization) verstanden wird, ist inzwischen auch in den App Stores zu einem relevanten Thema geworden. Die noch neue Wortschöpfung App Store Optimization (ASO) beschreibt diesen Bereich. Die Vorgehensweise ist ähnlich der von SEO. Ziel ist es, eine App in den jeweiligen Kategorien und Suchergebnissen möglichst weit oben in den Ergebnissen zu positionieren. Desto höher die App platziert ist, desto mehr Nutzer sehen Sie und desto mehr potentielle Kunden werden direkt angesprochen.

Vergleichen lässt sich das mit der Relevanz von organischen Suchergebnissen in Suchmaschinen. Laut diversen Studien sind auf Google nur die ca. fünf ersten Suchergebnisse für die meisten Nutzer relevant.

Im Rahmen einer Eye-Tracking-Studie wurden Versuche mit 24 Teilnehmern durchgeführt. Es wurde untersucht, welche Suchergebnisse der Suchmaschinen Google und Bing die größte Aufmerksamkeit und die meisten Klicks erhalten. Die fünf ersten organischen Treffer schnitten dabei am besten ab. Die rot markierten Bereiche wurde 4,5 Sekunden oder länger betrachtet.

1:1 lässt sich das nicht auf das Smartphone übertragen, da man mit ihm beispielsweise viel einfacher scrollen kann. Aber es ist sicherlich zutreffend, dass die meisten Nutzer den ersten Treffern die größte Aufmerksamkeit schenken.

Genau bekannt sind die Suchalgorithmen der Store-Betreiber nicht, aber man kann erahnen, wie sie ungefähr funktionieren müssen. Ähnlich der Onpage-Optimierung im SEO Bereich sind diverse Punkte beim Auftritt einer App in den Stores zu beachten, um ein besseres Ranking zu erzielen. In den folgenden Absätzen wird darauf genauer eingegangen.