Monitor Test – worauf kommt es beim Kauf an?

Vor allem Fotografe habe sehr hohe Ansprüche an einen Monitor. Der Monitor ist für einen Fotografen oder einen Video-Editor das wichtigste Arbeitsmittel. Doch worauf muss man beim Kauf wirklich achten? Welche Arten von Monitoren gibt es? Und muss es ein Curved Monitor sein? Modelle an sich gibt es wie Sand am Meer – doch sie unterscheiden sich fast alle in wichtigen Merkmalen wie Auflösung, Anschlüsse, Einstellungen, Bilddiagonale und vielem mehr.

Panel / Display Technologien

Durchgesetzt haben sich schlanke Flachbildschirme mit Flüssigkristalldisplay – auch LCD also Liquid Crystal Display genannt. Röhrenmonitore haben wirklich ausgedient. Doch wie funktioniert die LCD-Technik überhaupt? Dabei ist das Display des Curved Monitors in viele hunderttausende Pixel unterteilt. Jedes dieser Pixel beinhaltet flüssige Kristalle die je nach Ausrichtung mehr oder weniger Licht durchlassen. Sie teilen sich dabei in drei Farben auf: Rot, Blau und Grün. Deshalb können sie den RGB-Farbraum darstellen – und das mit einer Farbtiefe von normalerweise 8 Bit – das ergibt dann rund 16,7 Millionen darstellbare Farben. Manche neue Monitore sind auch 10-Bit fähig – somit kann das Display mehr als 1 Milliarde Farben ermöglichen. Allerdings muss dies auch von der Software und dem Betriebssystem unterstützt werden.

Dabei gibt es unterschiedliche Technologien. Sehr dominant sind immer noch Twisted Neumatic also TN-Panel – aber auch immer mehr InPlane-Switching-Panel (kurz IPS) drängen auf den Markt. Diese unterscheiden sich in der Lichtdurchlässigkeit der Pixel. TN-Panel eignen sich vor allem zur Darstellung von Inhalten die eine recht kurze Umschaltzeit fordern. Dazu zählen vor allem Spiele aber auch schnelle Filme. IPS-Displays dagegen sind deutlich farbtreuer und blickwinkelstabiler – sie verlieren also auch bei seitlicher Betrachtung kaum Kontrast und Farbintensität.

Größe, Format und Auflösung

Die am meisten verbreitete Display-Größe ist auch heute noch circa 24 Zoll – also eine Bildschirmdiagonale von circa 60 Zentimeter. Optisch und preislich sind Modelle zwischen 24 und 27 Zoll definitiv interessant. Größer geht immer – allerdings sollte man dann auch den notwendigen Abstand zum Display einhalten können.

Ein sehr wichtiges Merkmal ist auch das Seitenverhältnis. Dies beschreibt die Relation zwischen der Breite und der Höhe der Bildfläche. Es gibt die verschiedensten Ausprägungen – 4:3 16:19, 16:10 oder auch das Kinoformat von 21:9. Einen wirklichen Standard gibt es nicht.

Bis 1990er waren sogenannte Kathodenstrahlröhrenmonitor – kurz Röhrenbildschirm mit dem Seitenverhältnis von 4:3 der Standard schlecht hin. Da sich unsere Wahrnehmung aber mehr auf die Breite ausrichtet als auf die Höhe hat sich Zusehens das 16:9 Verhältnis durchgesetzt. Heute geht der Trend zu noch weiteren Bildschirmen wie 21:9 – das Kinoformat.

Die Auflösung beschreibt die Anzahl der Pixel, die der Monitor sowohl in der Horizontalen als auch in der Vertikalen darstellen kann. Ist man dann weitgenug vom Display entfernt  dann ergibt das Mosaik der einzelnen Pixel ein Gesamtbild.

Ein Beispiel – ein 23 Zoll Monitor mit Full HD also 1920×1080 Pixel besteht aus 1080 und 1920 Zeilen Pixel in der Breite und Höhe. Bleibt die Auflösung gleich und die Bildschirmdiagonale erhöht sich dann wird der Abstand zwischen den Pixeln größer und es müssen die fehlenden Pixel interpoliert werden (also dazugerechnet). Deshalb wird das Bild unscharf.

Dieses Verhältnis zwischen Pixel und Monitor-Größe wird auch Pixeldichte oder PPI genannt. Bis vor wenigen Jahren waren noch 72 oder 120 ppi üblich. Ein heutiger 23 Zoll Monitor mit Full-HD-Auflösung erreicht 96 ppi. Ein 27 Zoll Ultra HD Monitor erreicht 163 ppi. Desto höher die Pixeldichte desto besser der Monitor.

Monitor mit sehr hoher Pixeldichte werden auch (dank Apple) Retina Displays genannt. Vor allem Apple ist für die sehr hohe Pixeldichte bekannt. So erreicht das iPhone beispielsweise mehr als 400ppi.

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Was ist noch wichtig?

Wichtig für komfortables Arbeiten ist auch die Ergonomie. Wichtig ist hier eine Höhenverstellung sowie die Möglichkeit den Monitor auch in der Vertikalen zu drehen. Der Monitor sollte einen sicheren Stand haben und die Bewegungen sollten leicht laufend sein.

Wer ein besonders natürliches und farbechtes Bild möchte muss den Monitor kalibrieren. Dafür gibt es unterschiedliche Varianten. Softwareseitig kann man dies mit einer Colormeter-Anwendung tun. Dabei werden die Werte für Helligkeit, Kontrast und Farben mit Hilfe eines Profils im Betriebssystem hinterlegt. Hardwareseitig kann dies ebenso erfolgen. Als dritte Möglichkeit sind selbstkalibrierende Monitore. Dies ist aber auch die teuerste Variante.

Quelle: www.curved-monitor-test.de