Schattenseiten von Ultra HD

„Bessere Auflösung und mehr Details“ das ist das große Werbeversprechen der TV-Hersteller. Doch was hat das für Folgen? Und stimmt das alles überhaupt soweit?

Anfang 2014 war es soweit die ersten 4K Produkte kamen auf den Markt – darunter TV-Geräte, Monitore aber auch Kameras. Den wirklichen Qualitätsunterschied können allerdings nur Fachleute wirklich sehen. Es existieren dabei zwei neue Standards 4K und 8K. Beide haben eine Bildwiederholungsrate von 24 Bilder pro Sekunde. Weitere Angaben kann man als Marketing-Maschen abtun. Doch bis die neue Auflösung zum wirklichen Standard wird und momentane Kameras mit HD oder Full-HD-Auflösung ersetzt wird es sicher noch Jahre dauern.

Dennoch erfreut sich die neue Auflösung vor allem bei 4K TVs immer größerer Beliebtheit. Im professionellen Umfeld muss man bei der Umstellung einiges beachten – vor allem im Punkto Bitrate und Speicherbedarf. Schließlich ist die Auflösung letztlich vier Mal so groß wie die FullHD-Auflösung. Sprich man braucht bei 4K IP Kameras das Vierfache an Datenvolumen im Netzwerk aber auch auf der Festplatte.

Bei den jetzigen HDTV IP Kameras reichen drei bis neun Mbit pro Sekunde bei 25 FPS vollkommen aus. Bei 4K Kameras dagegen braucht man schon acht bis 32 Mbit pro Sekunde. Hat man also vier Ultra HD IP Cams am Laufen braucht man schon ein Gigabit Netzwerk um die Daten überhaupt verarbeiten zu können. Gottseidank ist die Ausrüstung dafür inzwischen recht günstig. Dennoch muss man unter Umständen umrüsten.

Aufpassen muss man bei der Bit-Rate-Limitierung. Der maximale Durchsatz der Daten sollte sich an den Peak-Bitraten orientieren – denn es kann oft zu hören Durchsätzen kommen. Die Obergrenze gibt dabei ganz klar die Kamera selbst vor. Darauf sollte man achten bevor man sich ein Modell aussucht und kauft.

Der Vorteil für die Hersteller bei diesen Default-Werten ist klar – es reduziert die Anforderungen an den Pufferspeicher der 4K Kamera. Desto weniger Speicher die Kamera hat desto billiger wird die Hardware und die Kamera wird günstiger. Also verliert man die FPS und bekommt dabei zu Gunsten der höheren Auflösung ein ruckeliges Bild – nicht wirklich sinnvoll. Vor allem bei schnellen Bewegungen fällt das dann extrem auf.

Deshalb empfehlen wir egal was auch immer kommt weiterhin im Bereich der IP Kameras auf Full-HD Modelle zu setzen. Dann bekommt man ein ordentliches Bild zu einem guten Preis. Außerdem sollte man einen 4K Monitor haben damit man die Bilder auch in ordentlicher Qualität betrachten kann.