Was eine gute App ausmacht

Apps

Das Wort App ist eine Abkürzung des englischen Ausdrucks Application, auf Deutsch: Anwendung. Im weitesten Sinne handelt es sich bei Apps um Anwendungsprogramme, die sowohl auf Computern also auch auf Smartphones verwendet werden können. Die Bedeutung des Begriffs hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Heutzutage versteht man unter Apps Applikationen, die auf einem Smartphone oder Tablet installiert werden und somit das vorhandene Betriebssystem um weitere Funktionen ergänzen und personalisieren. Dieses populäre Verständnis von Apps gilt auch für diese Arbeit.

Stores

Die Vertriebsplattformen, über die Apps verbreitet werden, richten sich nach dem Betriebssystem des Smartphones. Apps für das iPhone von Apple können beispielsweise nur über den App Store von Apple bezogen werden. Für Smartphones, die mit dem Google Betriebssystem Android betrieben werden, stehen Apps ausschließlich im Google Play Store zur Verfügung. In dieser Seminararbeit wird als Synonym für alle App Plattformen der jeweiligen Hersteller der Begriff Store bzw. Stores verwendet.

Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche App

Betrachtet man den Entwicklungsprozess einer App, sind folgende Punkte relevant für den Erfolg: Perfekte Programmierung, gutes Design, überragendes Marketing, Timing und Glück.

Eine perfekte Programmierung und die damit verbundene Fehlerfreiheit beim Launch einer App sind unumgänglich für hohe Downloadzahlen. Negative Bewertungen einer App, die auf technische Probleme zurückzuführen sind, sind schädlich für die Reputation der App und auch für die des Entwicklers. Es ist notwendig, eine App konsequent weiterzuentwickeln. Durch regelmäßige Updates ruft man die App zurück in das Gedächtnis der Kunden, die sie bereits installiert haben, da diese Hinweise über die Verfügbarkeit eines Updates erhalten. Außerdem erhöht ein Update die Chance, dass die Nutzer (erneut) eine Bewertung zu der App abgeben. Da das Rating für die Download-Entscheidung sowie die Suchmaschinenoptimierung innerhalb des Stores (ASO = App Store Optimization) sehr relevant ist, ist es ebenfalls notwendig, eine App konsequent weiterzuentwickeln. Dasselbe gilt für Bugfixing (das Beheben von Fehlern in einer App): Da die Konkurrenz bei kostenlosen Apps groß ist, ist es für die Nutzertreue essentiell, von Usern berichtete Fehler sofort zu beheben.

App s übersicht

Neben der Funktionalität ist das Aussehen der Software wichtig für die Download-Entscheidung der Nutzer. Ein unprofessionelles User Interface und Icon sind das vorprogrammierte Aus für den Erfolg einer App.

Doch eine fehlerfreie Programmierung und ein überragendes Design sind keine Garantie für den Erfolg. „Ist die Produktidee wirklich revolutionär? Hat die App potentielle Nutzer?“ – Das sind Fragen, die man sich stellen muss.

Eine gute App sollte ein Alleinstellungsmerkmal, eine sogenannte USP (Unique Selling Proposition) haben. Diese lässt sich in einem Satz zusammenfassen: „Warum soll ein Nutzer genau diese App herunterladen und nicht eine andere?“. Ziel ist es, dem Kunden einen direkten Vorteil gegenüber dem Konkurrenzprodukt aufzuzeigen. Die USP ist meist die Kernaussage aller Kommunikationsmaßnahmen. Wichtig ist, dass diese USP auch wirklich geliefert wird, um das Vertrauen des Kunden nicht zu verlieren. Der App-Millionär Steve Demeter hat dies sehr anschaulich zusammengefasst:

Der Nutzen einer App muss sofort erkennbar sein. Nicht erst in den ersten Sekunden der Nutzung, sondern bereits im Namen oder auf den Screenshots, die maßgeblich zur Download-Entscheidung beitragen

Abschließend gehört noch Timing und Glück dazu. Beides lässt sich nicht direkt beeinflussen. Ein gutes Beispiel ist die App „Trism“ des ersten App Store Millionärs Steve Demeter. Als das erste iPhone auf den Markt kam, hatte Demeter das Spiel schon gleich im App Store im Angebot (Timing). Zudem hatte er Support von der „Jailbreak“-Community (einer Community, die das iPhone-Betriebssystem illegal an die eigenen Bedürfnisse anpasst und verändert) und das große Glück im App Store von Apple direkt als „iPhone-exclusive“ beworben zu werden (Glück). Timing und Glück kamen in diesem Fall zusammen.

Durch die erläuterten Kommunikationsmaßnahmen kann die Bekanntheit einer App gesteigert werden. Allerdings nur, wenn die in diesem Post erläuterten Grundvoraussetzungen gegeben sind.